Im Detail

Ökologische Nachfolge


Ordentlicher Prozess des Auf- und Ausbaus einer Community. Sie tritt im Laufe der Zeit auf und endet, wenn sich in der Region eine stabile Gemeinschaft etabliert.

Die Nachfolgeschritte

Nehmen wir als Beispiel eine völlig unbewohnte Region, wie einen nackten Felsen. Die Bedingungen, unter denen Pflanzen und Tiere in dieser Umgebung überleben oder sich niederlassen können, sind sehr ungünstig:

    • Direkte Beleuchtung verursacht hohe Temperaturen;
    • Das Fehlen von Erde macht es schwierig, Gemüse zu fixieren.
    • Regenwasser setzt sich nicht ab und verdunstet schnell.

Lebewesen, die sich in einem solchen Umfeld niederlassen können, müssen gut angepasst und anspruchslos sein. Dies sind die Flechten (Assoziation von Cyanobakterien mit Pilzen), die nur mit Wasser, Licht und einer geringen Menge Mineralsalzen überleben können. Dies kennzeichnet die Bildung einer Pioniergemeinschaft oder ecese. Flechten, die als erste sich ansiedeln, werden als "Pionierorganismen" bezeichnet. Die Stoffwechselaktivität von Flechten verändert langsam die Ausgangsbedingungen der Region. Flechten produzieren organische Säuren, die das Gestein allmählich erodieren und durch Erosion die ersten Bodenschichten bilden.

Schicht für Schicht FlechteSie bilden einen organischen Teppich, der den Boden anreichert und ihn feucht und reich an Mineralsalzen hinterlässt. Von da an ermöglichen die nicht so ungünstigen Bedingungen das Auftreten von kleinen Pflanzen wie Bryophyten (Moosen), die eine geringe Menge an Nährstoffen benötigen, um sich zu entwickeln und das Fortpflanzungsstadium zu erreichen. Neue und ständige Änderungen folgen aufeinander und ermöglichen das Erscheinen größerer Pflanzen wie Farne und Sträucher. Auch kleine Tiere wie Insekten und Weichtiere tauchen auf.

Auf diese Weise entwickelt sich Schritt für Schritt die Pioniergemeinschaft, bis die Geschwindigkeit des Prozesses allmählich abnimmt und ein Gleichgewichtspunkt erreicht wird, an dem die ökologische Abfolge ihre maximale Entwicklung erreicht, die mit den physischen Bedingungen des Ortes (Boden, Klima usw.) vereinbar ist. .). Diese Community ist der letzte Schritt im Nachfolgeprozess, der als Höhepunkt-Community bezeichnet wird. Jeder Zwischenschritt zwischen der Pioniergemeinschaft und dem Höhepunkt heißt sere.

Die Merkmale einer Höhepunktgemeinschaft

Durch Beobachtung des ökologischen Nachfolgeprozesses können wir eine fortschreitende Zunahme der Artenvielfalt und der gesamten Biomasse feststellen. Nahrungsnetze und Nahrungsketten werden immer komplexer und es bilden sich ständig neue Nischen. Die Stabilität einer Höhepunktgemeinschaft ist größtenteils mit einer erhöhten Artenvielfalt und der Komplexität von Ernährungsbeziehungen verbunden.

Dies liegt daran, dass ein komplexes und multidirektionales Nahrungsnetz es einfacher macht, die Instabilität zu umgehen, die durch das Verschwinden einer bestimmten Art verursacht wird. Einfachere Gemeinden haben weniger Auswahlmöglichkeiten und sind daher instabiler. Man kann sich diese Instabilität leicht vorstellen, wenn man beobachtet, wie anfällig eine landwirtschaftliche Monokultur für Schädlingsbefall ist.

Obwohl die Gesamtbiomasse und die Artenvielfalt in der Höhepunktgemeinschaft höher sind, gibt es einige Unterschiede zur Primärproduktivität. Die Bruttoproduktivität (insgesamt produzierte organische Substanz) in Höhepunktgemeinden ist groß und höher als in Vorgängergemeinden. Die Nettoproduktivität liegt jedoch nahe bei Null, da die gesamte produzierte organische Substanz von der Gemeinschaft selbst verbraucht wird. Aus diesem Grund ist eine Climax-Community stabil und wächst nicht mehr. In Pioniergemeinschaften und Wesen gibt es einen Überschuss an organischer Substanz (Nettoproduktivität), der genau für die Entwicklung des ökologischen Nachfolgeprozesses verwendet wird.

Erwartete Ökosystemtrends während der gesamten (primären) Nachfolge

ÖKOSYSTEM-ATTRIBUTE

ENTWICKLUNG

Höhepunkt

UMWELTBEDINGUNGEN

variabel und unvorhersehbar

konstant oder vorhersehbar variabel

BEVÖLKERUNGEN

Mechanismen zur Bestimmung der Populationsgröße

abiotisch, Dichte unabhängig

biotisch, dichteabhängig

Individuelle Größe

klein

groß

Lebenszyklus

kurz / einfach

lang / komplex

Wachstum

schnelle, hohe Sterblichkeit


Langsame, höhere Wettbewerbsfähigkeit

Produktion

Menge

Qualität

Schwankungen

+ ausgesprochen

- ausgesprochen

GEMEINSCHAFTSSTRUKTUR

Schichtung (räumliche Heterogenität)

wenig

viel

Artenvielfalt (Reichtum)

niedrig

hoch

Artenvielfalt (Äquitativität)

niedrig

hoch

Biochemische Vielfalt

niedrig

hoch

Organische Gesamtmasse

wenig

viel

GEMEINSCHAFTSENERGIE

PPB / R

>1

= 1

PPB / B

hoch

niedrig

PPL

hoch

niedrig

Nahrungskette

linear (einfach)

vernetzt (komplex)

NÄHRSTOFFE

Mineralienkreislauf

offen

geschlossen

Anorganische Nährstoffe

Extrabiotika

intrabiotisch

Nährstoffaustausch zwischen Organismen und Umwelt

schnell

langsam

Rolle von Ablagerungen bei der Nährstoffregeneration

nicht wichtig

wichtig

MÖGLICHKEIT DER ENTDECKUNG DURCH MANN

Mögliche Produktion

hoch

niedrig

Fähigkeit, Ausbeutung zu widerstehen

groß

klein

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